Bewohnergeschichte · Leben bei Vivobene
„Das dürften mittlerweile bald vier Jahre sein.“
„Seit ich täglich meine 4 km im Fitnessraum radle, geht es mir blendend. Das kurbelt meinen Kreislauf so richtig schön an.“
„Ich bin zufrieden mit mir und der Welt. Das war jedoch nicht immer so. Es gab Zeiten in meinem Leben, da war nicht alles eitel Sonnenschein und in dieser schwierigen Lebensphase habe ich zu Gott gefunden. Heute sind die Lektüre der Bibel und das Anhören von Predigten zu einem wichtigen Bestandteil meines Alltags geworden. Daraus schöpfe ich Kraft und Lebensmut.“
„Ja, aufgewachsen im zürcherischen Horgenberg. Als mittleres Kind eines Unternehmers mussten meine Geschwister und ich schon früh in der Sattlerei unseres Vaters mit anpacken. Nadel und Faden begleiteten mich weiter durch meine dreieinhalbjährige Ausbildung zur Damenschneiderin, obwohl ich lieber Kindergärtnerin geworden wäre. Die langen Arbeitsstunden und der kärgliche Lohn als Schneiderin bewogen mich schliesslich dazu, ins Kaufmännische umzusatteln. Für die Schoggifabrik Lindt & Sprüngli erstellte ich mittels Lochkarten Kundenrechnungen, und später zeichnete ich auch für die Fakturierung der Zweifel-Apfelsaftlieferungen verantwortlich. Das war in den 50er Jahren, bevor die Firma Zweifel für ihre Chips bekannt wurde. Nach meiner Heirat und der Geburt meiner Tochter Brigitte war ich Vollzeit-Hausfrau und verdiente mir als gewissenhafte Abwartsfrau etwas Zugeld.“
„Der Punkt in meinem Leben war gekommen, an dem ich nicht mehr länger alleine zuhause bleiben konnte. Mir wurde oft schwarz vor Augen und die Sturz- und Verletzungsgefahr waren omnipräsent. Der Umzug in ein Altersheim wurde unumgänglich. Meine Tochter berichtete mir von einer Fernsehsendung, in der tropische Alternativen zu traditionellen Altersresidenzen vorgestellt wurden, unter anderem auch Vivobene in Chiang Mai. Das wäre doch etwas für Dich, meinte sie, wo Dir doch Schnee und Kälte so missfallen.“
„Ursprünglich war ich etwas skeptisch. Ich war in meinem Leben wenig gereist, meine Englischkenntnisse waren doch sehr rudimentär und ich hatte Angst, mich in dieser neuen Umgebung nicht zurechtfinden oder verständigen zu können.“
„Nein, die Zweifel wurden rasch zerstreut, als ich feststellte, dass bei Vivobene Deutsch und Schweizerdeutsch allgegenwärtig sind – von Seiten des Managements und natürlich auch bei meinen Schweizer Mitbewohnern.“
„Während der Fahrt vom Flughafen Chiang Mai zu Vivobene, durch grüne Reisfelder und die tropisch anmutende Umgebung, wurde mir nochmals so richtig mulmig. Als ich dann aber in der grandiosen Lobby meinen Willkommenscocktail genoss und anschliessend auf mein geräumiges Zimmer begleitet wurde, dachte ich mir: “Hier lässt es sich gut leben.“
„Und genau so ist es gekommen. Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, in die Schweiz zurückzukehren. Ich gestalte meinen Tagesablauf selbst und wähle mir die Höhepunkte aus dem Wochenprogramm aus. Die Morgengymnastik habe ich durch meine 4 km lange Fahrradrunde ersetzt. Am Nachmittag nehme ich an Aktivitäten wie Boccia oder Darts teil, und am Abend geniesse ich das gesellige Beisammensein beim Grillieren am Lagerfeuer oder bei Open-Air-Kinoabenden, wenn ein Dialektfilm gezeigt wird. Übrigens wird heute Abend „Ueli dr Chnächt“ gezeigt, ein beliebter Schweizer Film aus den 1950er-Jahren.“
„Wenn ein Ausflug organisiert wird, bin ich jeweils die Erste auf der Teilnehmerliste. Botanische Gärten, Elefantencamps, Tempelanlagen, Kunstgalerien, Planetarien, Tigerparks, heisse Quellen und vieles vieles mehr werden einem geboten.“
„Ich bin eine Frühaufsteherin. Um sechs Uhr bin ich auf den Beinen und mache mich frisch. Nach dem Verzehr meiner drei eingeweichten Zwetschgen begebe ich mich zum Blutdruckcheck. Heute wurde er mit guten 127 gemessen, Velo sei Dank. Dann spaziere ich zum Ascona Restaurant, wo das Frühstück serviert wird. Birchermüesli, ein Spiegelei, eine Scheibe Ruchbrot und viele Früchte bei guten Gesprächen mit meinen Tischnachbarn sind angesagt. Weiter geht das Programm mit den erwähnten 4 km auf dem Velo, gefolgt von Bibellektüre in meinem Zimmer. Am Nachmittag gönne ich mir des Öfteren eine Ölmassage. Unsere Masseuse Lar ist eine Perle. Sie weiss genau, wie lange und wie intensiv sie welche Stelle bearbeiten muss. Ich fühle mich danach jeweils wie neugeboren.“
„Zum Abendessen erlaube ich mir auch mal ein Glas Rotwein oder ein Schlückchen Mekhong Whisky. So ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren.“
„Die Würde, mit der ich hier meinen Lebensabend verbringen darf. Die Thais gehen sehr respektvoll mit älteren Personen um und ich bin hier umgeben von jungen Leuten, die ständig lächeln und aufgestellt sind – das ist ansteckend. Das Prädikat ‹Land des Lächelns› kommt nicht von ungefähr. Wenn ich an meine Tramfahrten in Zürich zurückdenke, umgeben von all den Miesepetermienen, dann schätze ich mich glücklich, dass ich den Schritt gewagt habe.“
Lernen Sie das Vivobene-Pflegeteam und die Mitarbeitenden kennen, die das tägliche Leben in unserer Residenz prägen.
Vielen Dank, Emmi, dass Du Deine Geschichte mit uns geteilt hast – und dafür, dass Du jeden Tag ein Stück Sonnenschein nach Vivobene bringst.
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